In kürzester Zeit sind wir nun von León aus über Honduras, mit Zwischenstopp in El Salvador in Guatemala angekommen. Nachdem wir das niedliche Hostal Madrid verlassen hatten sind wir nach 10 Stunden Busfahrt in unserem Luxusbus für 50 $ (die Klimaanlage war leider kaputt, und als Malzeit gabs einen Cheeseburger von Burger King) in San Salvador gelandet. Super waren die Grenzübergänge, da „Ticabus“ alles für uns geregelt hatte und wir gemütlich im Bus sitzen bleiben konnten, während ein Kontrolleur unsere Pässe begutachtete. Um 22 Uhr in San Salvador fielen wir im Hostel Carlos direkt ins Bett und am nächsten Morgen ging es weiter nach La Libertad,
eine kleine Stadt am Strand La Paz, an dem die Einheimischen Kids ihre ersten Wellen surfen. Auch
für mich war der erste Surfabend erfolgreich und so konnten wir den Abend im Hostel Los Amigos mit leckerem Essen auf der Terasse zufrieden ausklingen lassen. Auch Marco hatte seinen Spaß in den Wellen, nur leider ist ihm am nächsten Morgen mal wieder das Surfbrett kaputt gegangen und wir mussten es ins Surfhospital bringen. Ab dann verlor ich den Mut alleine ins Wasser zu gehen und die Wellen wurden mir immer unheimlicher, was einen „schlechte-Laune-Tag“ zur Folge hatte. Naja, Marco hats gut überstanden und zur Aufheiterung haben wir einen kleinen Tagesausflug nach Tunko gemacht, einem kleinen Surfort, wo wir uns in ein Privatresort schmuggelten und ein
bisschen im Pool planschten. Den Nachmittag verbrachten wir dann dort in einer Bar mit Blick aufs Meer und schauten uns das Champions League Final Spiel an. Dabei gabs super Essen und leider nur ein überschaubares Bier für Marco, weil wir auch hier mal wieder ohne viel Geld dastanden. Das Fußballfeeling hat nun so langsam begonnen und in Lateinamerika ist Public Viewing ein sehr beliebter Sport, so dass die Freude auf die WM richtig steigt (Juhuuu). Bevor es dann am nächsten Tag weiterging Richtung Guatemala, haben wir noch Zonte besichtigt, auch ein kleines Surfstädtchen, indem wir wiedermal ein nettes Hotel mit Pool fanden, in das wir uns selbst einluden. Der Weg nach Guatemala ging über San Salvador und endete nach fünf Stunden in Guatemala City. Da es noch früh am Morgen war, konnten wir direkt nach Antigua reisen. Dort fanden wir die nette Unterkunft „A good place to stay“, ein wirklich netter Ort um seinen Aufenthalt in Antigua zu verschönern. Das Hotel liegt dem großen Markt gegenüber, auf dem man alles finden kann was das Herz begehrt. Leider kann man sich schnell in dem Chaos verlaufen, oder ersticken, so reichte uns diese Erfahrung einmal. Antigua hält was es verspricht.
Es ist eine super schöne, saubere und im kolonialstil erbaute Stadt, die sicherlich ihr Geldeinahmen durch den Tourismus erhält. Unglaublich viele Touristen findet man hier und ich bin wirklich froh, die Stadt in der Nebensaison gesehen zu haben. Allersdings hat das natürlich auch zur Folge, dass es in der jetzigen Regenzeit auch regnet. Trotz allem haben wir uns die drei Tage amüsiert, wir waren shoppen, bummeln, Kaffee trinken,
Sushi essen (ENDLICH!) und einen Tag haben wir den Vulkan Pacaya besichtigt.
Ein aufregendes Erlebnis mit ganz schön viel Lava.
Der Vulkan war in den letzen Tagen aktiver geworden und so hatten wir das Glück, die heissen Lavaströme aus nächster Nähe zu sehen und sogar kleine Eruptionen zu beobachten.
Wie wir heute von Einheimischen hörten, hat der Vulkan wohl am nächsten Tag soviel Asche gespukt, dass in Guatemala City (25 min Entfernung) die Straßen mit zwei Zentimeter Asche bedeckt sind und die Schulen deswegen frei bekommen hatten.
Von Antigua sind wir dann acht Stunden nach Norden gefahren und befinden uns gerade am Semuc Shampey, nahe der Stadt Cóban. „Semuc Shampey“ bedeutet auf Maya „verstecktes tiefes Moos“. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein
Naturwunder: große klare Wasserlöcher, die mit ihrem türkisgrünen Erscheinen zum baden einladen, verstecken sich inmitten eines Tales, das umgeben von dichtem Urwald ist. Traumhaft. 
Zuerst wanderten wir auf den Aussichtspunkt (was nicht ganz ungefährlich in dieser Regenzeit ist), von dem sich eine super Aussicht auf Semuc shampey bot und dann stiegen wir ab, um uns im Wasser zu erfrischen. Lustig sind auch die Fische, die einem eine natürliche Kosmetikstunde geben. Sie fressen alte Hautzellen vom Körper und kitzeln, wenn sie sich den Füßen nähern.
Das nächste Erlebnis an dem heutigen Tag, war die Gummireifentour durch den Fluß Cóban und am Nachmittag durchschwammen und -stiegen wir die Höhlen Las Marias. Nur mit einer Kerze und einem Adrenalinspiegel ganz weit oben bestiegen wir die dunklen cuevas und mussten entweder Wasserströmungen schwimmend überwinden, oder Wasserfälle hoch- und runter klettern. Nach ca. 1 Stunde konnte ich mich dann wieder im hellen und an der Oberfläche entspannen und sitze nun in meinem einfachen aber gemütlichen Holzhüttchen, dass eine wunderbare freie Aussicht auf den Cóban und den Regenwald bietet.

















