Ilona's Blog

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760 kilometros al norte Mai 30, 2010

Einsortiert unter: Guatemala,Reisen — ilopei @ 2:33 vormittags

In kürzester Zeit sind wir nun von León aus über Honduras, mit Zwischenstopp in El Salvador in Guatemala angekommen. Nachdem wir das niedliche Hostal Madrid verlassen hatten sind wir nach 10 Stunden Busfahrt in unserem Luxusbus für 50 $ (die Klimaanlage war leider kaputt, und als Malzeit gabs einen Cheeseburger von Burger King) in San Salvador gelandet. Super waren die Grenzübergänge, da „Ticabus“ alles für uns geregelt hatte und wir gemütlich im Bus sitzen bleiben konnten, während ein Kontrolleur unsere Pässe begutachtete. Um 22 Uhr in San Salvador fielen wir im Hostel Carlos direkt ins Bett und am nächsten Morgen ging es weiter nach La Libertad, eine kleine Stadt am Strand La Paz, an dem die Einheimischen Kids ihre ersten Wellen surfen. Auch für mich war der erste Surfabend erfolgreich und so konnten wir den Abend im Hostel Los Amigos mit leckerem Essen auf der Terasse zufrieden ausklingen lassen. Auch Marco hatte seinen Spaß in den Wellen, nur leider ist ihm am nächsten Morgen mal wieder das Surfbrett kaputt gegangen und wir mussten es ins Surfhospital bringen. Ab dann verlor ich den Mut alleine ins Wasser zu gehen und die Wellen wurden mir immer unheimlicher, was einen „schlechte-Laune-Tag“ zur Folge hatte. Naja, Marco hats gut überstanden und zur Aufheiterung haben wir einen kleinen Tagesausflug  nach Tunko gemacht, einem kleinen Surfort, wo wir uns in ein Privatresort schmuggelten und ein bisschen im Pool planschten. Den Nachmittag verbrachten wir dann dort in einer Bar mit Blick aufs Meer und schauten uns das Champions League Final Spiel an. Dabei gabs super Essen und leider nur ein überschaubares Bier für Marco, weil wir auch hier mal wieder ohne viel Geld dastanden. Das Fußballfeeling hat nun so langsam begonnen und in Lateinamerika ist Public Viewing ein sehr beliebter Sport, so dass die Freude auf die WM richtig steigt (Juhuuu). Bevor es dann am nächsten Tag weiterging Richtung Guatemala, haben wir noch Zonte besichtigt, auch ein kleines Surfstädtchen, indem wir wiedermal ein nettes Hotel mit Pool fanden, in das wir uns selbst einluden. Der Weg nach Guatemala ging über San Salvador und endete nach fünf Stunden in Guatemala City. Da es noch früh am Morgen war, konnten wir direkt nach Antigua reisen. Dort fanden wir die nette Unterkunft „A good place to stay“, ein wirklich netter Ort um seinen Aufenthalt in Antigua zu verschönern. Das Hotel liegt dem großen Markt gegenüber, auf dem man alles finden kann was das Herz begehrt. Leider kann man sich schnell in dem Chaos verlaufen, oder ersticken, so reichte uns diese Erfahrung einmal. Antigua hält was es verspricht. Es ist eine super schöne, saubere und im kolonialstil erbaute Stadt, die sicherlich ihr Geldeinahmen durch den Tourismus erhält. Unglaublich viele Touristen findet man hier und ich bin wirklich froh, die Stadt in der Nebensaison gesehen zu haben. Allersdings hat das natürlich auch zur Folge, dass es in der jetzigen Regenzeit auch regnet. Trotz allem haben wir uns die drei Tage amüsiert, wir waren shoppen, bummeln, Kaffee trinken, Sushi essen (ENDLICH!) und einen Tag haben wir den Vulkan Pacaya besichtigt.

Ein aufregendes Erlebnis mit ganz schön viel Lava. Der Vulkan war in den letzen Tagen aktiver geworden und so hatten wir das Glück, die heissen Lavaströme aus nächster Nähe zu sehen und sogar kleine Eruptionen zu beobachten.

Wie wir heute von Einheimischen hörten, hat der Vulkan wohl am nächsten Tag soviel Asche gespukt, dass in Guatemala City (25 min Entfernung) die Straßen mit zwei Zentimeter Asche bedeckt sind und die Schulen deswegen frei bekommen hatten.

Von Antigua sind wir dann acht Stunden nach Norden gefahren und befinden uns gerade am Semuc Shampey, nahe der Stadt Cóban. „Semuc Shampey“ bedeutet auf Maya „verstecktes tiefes Moos“. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Naturwunder: große klare Wasserlöcher, die mit ihrem türkisgrünen Erscheinen zum baden einladen, verstecken sich inmitten eines Tales, das umgeben von dichtem Urwald ist. Traumhaft.

Zuerst wanderten wir auf den Aussichtspunkt (was nicht ganz ungefährlich in dieser Regenzeit ist), von dem sich eine super Aussicht auf Semuc shampey bot und dann stiegen wir ab, um uns im Wasser zu erfrischen. Lustig sind auch die Fische, die einem eine natürliche Kosmetikstunde geben. Sie fressen alte Hautzellen vom Körper und kitzeln, wenn sie sich den Füßen nähern.

Das nächste Erlebnis an dem heutigen Tag, war die Gummireifentour durch den Fluß Cóban und am Nachmittag durchschwammen und -stiegen wir die Höhlen Las Marias. Nur mit einer Kerze und einem Adrenalinspiegel ganz weit oben bestiegen wir die dunklen cuevas und mussten entweder Wasserströmungen schwimmend überwinden, oder Wasserfälle hoch- und runter klettern. Nach ca. 1 Stunde konnte ich mich dann wieder im hellen und an der Oberfläche entspannen und sitze nun in meinem einfachen aber gemütlichen Holzhüttchen, dass eine wunderbare freie Aussicht auf den Cóban und den Regenwald bietet.

 

Es ist viel passiert…die Zeit in Nicaragua #2 Mai 18, 2010

Einsortiert unter: Nicaragua,Reisen — ilopei @ 11:55 nachmittags

Es ist ganz schön viel passiert, seit dem letzten Artikel. Leider bringt der Norden auch mehr Armut und weniger Infrastruktur mit sich, so dass es immer schwieriger wird Internet zu finden. Heute kann ich mir allerdings die Zeit nehmen und ausführlich von den letzten Tagen berichten. Wir sind gerade in León, Nicaragua und können im niedlichen kleinen Hostel Madrid das Internet so lange wir wollen nutzen. Mein Computer muss also ganz schön arbeiten.

Ich fang aber am besten in Nosara, Costa Rica an. An der Playa Guiones fanden wir ein nettes Hostel, namens Kaya Sol indem wir glücklicherweise für wenig Geld ein Dorm mit Küche für uns alleine hatten. Da es uns dort sehr gut gefiel, blieben wir drei Tage. Ein solcher Tag sah folgendermaßen aus: 6.00 Uhr Marco steht auf und geht surfen; 8.00 Uhr Ilona wacht auf und gegen halb neun frühstücken wir gemeinsam; 10.00 Uhr – 14.00 Uhr laaaaange Fußmärsche in der Mittagssonne (bekloppt) durch die Stadt, zur Bank, zum Supermarkt, zu den Surfshops…etc.; 14.00 – 16.00 Uhr lesen und relaxen am Pool; 16.00 – 18.00 Uhr abendliches, bei Sonnenuntergang, surfen. 21.00 Uhr schlafen.

Zwischendurch haben wir Marco die Haare geschnitten und manchmal Billiarrd gespielt.

Eigentlich ganz nett, wäre mir da nicht meine Shorts geklaut worden…das hat die Atmosphäre etwas beeinflusst…naja ich hab mich wieder eingekriegt und dann ging es weiter nach San Juan del Sur, Nicaragua. Dort haben wir Andre nocheinmal getroffen, was mich wirklich sehr gefreut hatte! Als er dann nach Deutschland abgereist war ich richtig traurig, da mit ihm ja auch ein Stück meiner Reise nach Hause gefahren ist. Wir hatten aber nochmal zwei schöne Abende und es ist ja nicht das letzte Treffen mit ihm.

Der nächste Stopp war an der Playa Popoyo, wo es  nichts ausser Strand, ein paar Surfern und eine Welle gab. Weder Geldautomat noch Surfshop waren zu finden. Genau dort hätten wir beides dringend gebraucht. Wir konnten nur eine Nacht dort geniessen, da wir leider kein Geld mehr hatten und Marco sein Surfbrett geschrottet hatte. Immerhin hatte er hier vorher eine tolle Welle gefahren, da war der Bruch des Brettes nicht ganz so schlimm. Von Popoyo gings nach Pochomil, leider gabs hier auch nicht so viel, nicht mal schöne Wellen und die Unterkunft bei Johanna ließ auch zu wünschen übrig…

also gabs für uns am Abend Bier und Cuba! Fast sind wir schon in León…davor kam noch die Playa Las Peñitas. 20 km von León machten wir an diesem Strand halt und kamen im Hostal Oasis unter, dass direkt am Strand liegt.

Auch hier gabs für mich leider keine schönen Anfängerwellen und so musste ich mit schlechtem Gefühl wieder abreisen. Die Tage dort haben wir trotzdem sehr genossen, auch wenn wir nach zwei Tagen wieder feststellen mussten, dass uns das Geld eindeutig zu schnell ausgeht.

Was ich euch noch kurz erzählen wollte, ist dass Marco und ich uns häufig daran halten spanisch miteinander zu reden. Es hilft und ich bekomme immer mehr das Gefühl für diese Sprache. Jetzt bin ich auch mit meinen Erzählungen in León angekommen und morgen fahren wir nach El Salvador, in der Hoffnung, dass ich auch mal wieder zu meinem Surfgenuss komme.

 

$$$$$$$$$$ demasiado caro $$$$$$$$$$$$$$$ Mai 8, 2010

Einsortiert unter: Costa Rica,Reisen — ilopei @ 12:29 vormittags

Ein etwas seltsamer Titel deutet daraufhin, dass es hier eindeutig zu teuer ist. Wir sind nach Montezuma nach Santa Teresa gefahren, was mit dem öffentlichen Bus kein großes Problem war, allerdings war uns nicht so ganz klar wo wir aussteigen mussten, da Santa Teresa sich nicht von den Orten Mal País oder der Playa Carmen unterscheidet und es keine genauen Grenzen zwischenden super luxus Hotels gib. Der Ort ansich war nur eine große Straße entlang des Strandes und überall standen niedliche kleine Unterkünfte, die einen zum chillen einluden. Leider kostete hier eine Nacht bis zu 120$…sind die verrückt??? Gott sei dank, gab es noch eine einzige günstige Unterkunft, wo wir sogar eine Klimaanlage hatten. Allerdings war dieses Hostel ein bisschen runtergekommen und lud nicht zu einem abendlichen Bier in der Hängematte ein, also sind wir entweder außerhalb essen gegangen ($$$$) oder nutzten die frühe Dunkelheit (20.30 Uhr) um zu schlafen. Auch die Weiterfahrt nach Sámara stellte sich als günstiges Problem dar. Als wir uns einen Tag ein Quad gemietet hatten, um uns davon zu überzeugen, dass Santa Teresa nicht doch einen kleinen Ort kennzeichnet, den wir bisher nur nicht zu Fuß entdeckt hatten, stellten wir fest, dass es für einen großen Bus nicht möglich sein würde, den vierstunden Weg nach Sámara zu nehmen. Mit dem Quad mussten wir durch kleine Waldwege, über den Strand, durch zwei Flüsse und über Matschpfützen fahren, um nach Sámara zu kommen.

Auf einer Karte sahen wir dann, dass es anscheinend keine anständige Straße dorthin gibt. Hmmmm…Wieder in Santa Teresa, an der Playa Carmen, hinter Mal País erkundigten wir uns in einem Reisebüro, ob es eine Busverbindung zwischen Hier und Sámara gäbe. Tja,die günstige Variante wäre:  erst wieder Richtung San Jose und dann auf halben Weg einen nächsten Bus nehmen und irgendwie aussenrum…etc…eindeutig zu nervig…die teurer Variante dauert vier Stunden im klimatisierten Kleinbus und man wird direkt von der Haustür zum Zielort gefahren. Aber es kostete uns 90$…unglaublich…uns blieb aber nur diese Wahl…

Jetzt sind wir in Sámara und sparen! D.h. ein hotel ausserhalb der Stadt und nicht mehr essen gehen, kein Batido zur Erfrischung…klingt schlimmer als es ist…

das Sparen hatte sein Gutes, das Hotel “Villa Kunterbunt” liegt direkt am Strand und wir haben gestern einen günstigen Fischhändler entdeckt, bei dem wir uns einen leckeren Fisch kauften, den wir dann gestern Abend mit Gemüse zubereiteten und der besser geschmeckt hat, als alles andere was ich die letzte Woche gegessen habe. Heute gibts nochmal selbstgemachten Fisch in einer Kokossoße mit karamellisiertem Gemüse…Sparen macht Spaß!!!!

Was das Surfen angeht, so hab ich Betty bezwingen können und heut meine ersten Versuche in kleinen grünen Wellen gemacht und schon Erfolgserlebnisse verzeichnet. Marco nutzt jede Gelegenheit eine gute Welle zu bekommen, so ist er auch schon morgens um 6.00 Uhr auf dem Brett. Das einzig blöde dabei ist, dass er sich nun den Körper ein wenig verbrannt hat, da er einfach nicht aus dem Wasser kommen will:-)

Morgen gehts nach Nosara an die Playa Guiones und nächste Woche sind wir dann auf dem weg nach Nicaragua. fotos gibts demnächst, jetzt muss ich erstmal essen gehen! Guten Appettit und bis bald!

 

Montezuma Mai 4, 2010

Einsortiert unter: Costa Rica,Reisen — ilopei @ 5:16 nachmittags

Jetzt sind schon ein paar Tage rum seitdem Marco angekommen ist und ich hab mich schon sehr an seine Anwesenheit gewöhnt, das einzige womit ich mich noch arrangieren muss ist, dass ich nun ein großes Bett teilen muss und das bei dieser Hitze. Aber den Verlust nehm ich gerne in Kauf, ist nur ab und an ein bisschen warm. Und das obwohl hier anscheinend pünktlich zum ersten Mai die Regenzeit angefangen hat. Bisher hat es jeden Abend und jede Nacht in Strömen gegossen. Ich hoffe doch, dass das wieder besser wird je weiter wir nach Norden fahren. Also im Moment ist unser Ziel Mexico. Die ersten drei Tage waren Marco und ich in Montezuma, ein kleines Örtchen auf der Nicoya Halbinsel, super gemütlich, nur ein bisschen teuer.

Am Samstag schlugen wir uns durch Gestrüpp und über steile Hänge (alles in Flip Flops) zu den drei Wasserfällen, die wirklich ein schöner Anblick waren. Am zweiten Wasserfall bestand die Möglichkeit von 12 Metern in die Tiefe zu springen und noch ehe ich mir ein Bild von der Höhe machen konnte, war Marco schon unten. Das hieß ja dann auch wohl für mich runterspringen:-) Mit ein bisschen Druck und nach längerer Zeit wagte ich es dann auch. Uhhhh….ein schönes Gefühl….wenn man unten angekommen ist!

Nach ein bisschen Entspannung im Wasser sind wir die Felsen weiter raufgestiegen und fanden nach einer Stunden eine Stelle mit natürlichen Jakuzzi-Whirlpools. Super Entspannung!!! Es gab allerdings auch einen kleinen Schockmoment, als ich rückwärts kopfüber in eines der Jakuzzilöcher reingefallen bin. Aber alles ist gut gegangen und ich bin heile wieder aufgetaucht. Gestern sind wir in Santa Teresa an der Playa Carmen angekommen und Marco hat sich schon ein Surfbrett zugelegt, was er natürlich direkt ausprobieren musste. Auch ich hab mir eine Surfbetty ausgeliehen und es in den Wellen versucht. Leider waren die Wellen nicht ganz so schön wie in Jaco und so muss ich Betty noch die nächsten Tage bezwingen.

 

 
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