Es ist ganz schön viel passiert, seit dem letzten Artikel. Leider bringt der Norden auch mehr Armut und weniger Infrastruktur mit sich, so dass es immer schwieriger wird Internet zu finden. Heute kann ich mir allerdings die Zeit nehmen und ausführlich von den letzten Tagen berichten. Wir sind gerade in León, Nicaragua und können im niedlichen kleinen Hostel Madrid das Internet so lange wir wollen nutzen. Mein Computer muss also ganz schön arbeiten.
Ich fang aber am besten in Nosara, Costa Rica an. An der Playa Guiones fanden wir ein nettes Hostel, namens Kaya Sol indem wir glücklicherweise für wenig Geld ein Dorm mit Küche für uns alleine hatten. Da es uns dort sehr gut gefiel, blieben wir drei Tage. Ein solcher Tag sah folgendermaßen aus: 6.00 Uhr Marco steht auf und geht surfen; 8.00 Uhr Ilona wacht auf und gegen halb neun frühstücken wir gemeinsam; 10.00 Uhr – 14.00 Uhr laaaaange Fußmärsche in der Mittagssonne (bekloppt) durch die Stadt, zur Bank, zum Supermarkt, zu den Surfshops…etc.; 14.00 – 16.00 Uhr lesen und relaxen am Pool; 16.00 – 18.00 Uhr abendliches, bei Sonnenuntergang, surfen. 21.00 Uhr schlafen. 
Zwischendurch haben wir Marco die Haare geschnitten und manchmal Billiarrd gespielt. 
Eigentlich ganz nett, wäre mir da nicht meine Shorts geklaut worden…das hat die Atmosphäre etwas beeinflusst…naja ich hab mich wieder eingekriegt und dann ging es weiter nach San Juan del Sur, Nicaragua. Dort haben wir Andre nocheinmal getroffen, was mich wirklich sehr gefreut hatte! Als er dann nach Deutschland abgereist war ich richtig traurig, da mit ihm ja auch ein Stück meiner Reise nach Hause gefahren ist. Wir hatten aber nochmal zwei schöne Abende und es ist ja nicht das letzte Treffen mit ihm. 
Der nächste Stopp war an der Playa Popoyo, wo es nichts ausser Strand, ein paar Surfern und eine Welle gab. Weder Geldautomat noch Surfshop waren zu finden. Genau dort hätten wir beides dringend gebraucht. Wir konnten nur eine Nacht dort geniessen, da wir leider kein Geld mehr hatten und Marco sein Surfbrett geschrottet hatte. Immerhin hatte er hier vorher eine tolle Welle gefahren, da war der Bruch des Brettes nicht ganz so schlimm. Von Popoyo gings nach Pochomil, leider gabs hier auch nicht so viel, nicht mal schöne Wellen und die Unterkunft bei Johanna ließ auch zu wünschen übrig… 
also gabs für uns am Abend Bier und Cuba! Fast sind wir schon in León…davor kam noch die Playa Las Peñitas. 20 km von León machten wir an diesem Strand halt und kamen im Hostal Oasis unter, dass direkt am Strand liegt.
Auch hier gabs für mich leider keine schönen Anfängerwellen und so musste ich mit schlechtem Gefühl wieder abreisen.
Die Tage dort haben wir trotzdem sehr genossen, auch wenn wir nach zwei Tagen wieder feststellen mussten, dass uns das Geld eindeutig zu schnell ausgeht.
Was ich euch noch kurz erzählen wollte, ist dass Marco und ich uns häufig daran halten spanisch miteinander zu reden. Es hilft und ich bekomme immer mehr das Gefühl für diese Sprache. Jetzt bin ich auch mit meinen Erzählungen in León angekommen und morgen fahren wir nach El Salvador, in der Hoffnung, dass ich auch mal wieder zu meinem Surfgenuss komme.



Hey Ilönchen, lauter spannende Geschichten (muss gleich nochmal lesen) ich mache gerade Himbeeren heiß und wollt dir nur gerade, da mich soeben eine Welle der Liebe zu dir überkam, sagen: ich freu mich schon sooo, wenn du wieder da bist! Mann das klingt jetzt aber… egal, ich muss jetzt nach den Himbeeren gucken. Knutsch! Lotte